Future Food – wie isst die Welt in Zukunft?

28. November 2022 0 Von ingolf


Diese industrielle Landwirtschaft macht das Land kaputt. Das, wo es hingeht, ist Fleisch aus dem Reagenzglas. Der Großteil der Verschwendung findet zuhause statt. Wenn wir als Kunden so dumm sind und ungesunde Sachen kaufen, dann sind wir zum gewissenTeil auch selber schuld. Jagen und Sammeln, das war für unsere Vorfahren eine Lebensaufgabe Unser Bedarf wächst ständig, immer mehr Menschen wollen satt werden.

Moderne Ernährung heißt: Essen im Überfluss. Wir wollen nicht mehr nur unseren Hunger stillen, sondern auch viele andere Bedürfnisse: Gesundheit, Schönheit, ein langes Leben.

Das alles verspricht ein Lebensmittel besonders: die Alge. Die Urpflanze steckt voller Fette, Proteine, Vitamine und Mineralien. Und eignet sich deshalb gut als Nahrungsergänzungsmittel.

Die leben im Wasser, von daher sieht man bei uns relativ häufig grünes Wasser. Die Algen sieht man mit purem Auge nicht – sind also wirklich nur im Mikrometermaßstab. Also hier haben wir quasi die geerntete Alge in ihrer puren Form, die Mikroalge Chlorella, so sieht das aus, ein grünes Pulver. Und hier sind die Algen, so wie sie sind, vom Wasser getrennt, geerntet also. Wir nennen das auch tatsächlich die Ernte.

Und das ist so eine typische Vertriebsform, wie die Alge zu einem als Konsumenten kommen kann und das kann man nehmen und sich das in einen Smoothie mixen oder zum Backen verwenden oder in eine Sauce rühren oder wie auch immer. Geschmacklich erinnern die Algen von Gunnar Mühlstädt an Fisch, andere an Gras.

Im Wassereis ist der Geschmack eher dezent. Also im Prinzip ist das Landwirtschaft im Rohr was wir machen, es sind ja Pflanzen. Und da der Lebensraum Wasser ist, eignet sich das Rohr relativ gut und wir sind mit dem Rohr auch sehr flexibel, wie wir das gestalten und wir sind wir auch auf die Idee gekommen, das an die Gebäudefassaden zu machen, weil da gibt’s genügend hässliche Gebäudefassaden.

Und dadurch, dass die Algen relativ wenig brauchen, im Wesentlichen ist das Licht und CO2. Die Algen könnte man sogar in der Wüste anbauen. Oder eben an Hauswänden. So wie hier in Berlin-Schöneberg. Lebensmittel selbst anzubauen, dafür setzt sich auch Stig Tanzmann ein.

Also, natürlich wäre eine bessere Welt definitiv eine Welt, in der man nicht ganz so spezialisiert lebt und arbeitet. Sondern wo man wirklich Landwirtschaft oder gärtnerische Tätigkeit stärker mit Bürotätigkeit oder anderen Sachen verbinden kann, so dass die Menschen wieder näher an ihrer eigenen Lebensmittelproduktion dran sind.

Und ich glaube, das würde viele Leute wesentlich zufriedener machen, wenn sie ihre Ernährung wieder in eigener Hand hätten. So würden Konsum und Überproduktion automatisch auf ein vernünftiges Maß zurückgehen. Und die Menschen würden sich auch gesünder ernähren.

Maria Mundry lebt dieses Modell schon. Als Teilzeit-Landwirtin mit einer Kuhherde im Havelland. Zweimal die Woche und am Wochenende fährt sie raus zu ihren Kühen. Man muss sich eben bewusst sein, dass man nicht nur eine Fünftagewoche mit genau acht Stunden hat, die da anfängt und dann aufhört, das ist eher selten. Wir haben beide noch einen Job in Berlin, was zur Sicherheit auch sehr, sehr gut ist.

Und wir wollten erst mal gucken, ob das überhaupt funktioniert, was wir da so vorhaben. Das Fleisch ihrer Angus-Rinder landet meist im Umland, bei Privatkäufern oder auf Wochenmärkten in Berlin. Sie vertreibt es über das Internet. Ohne Zwischenhändler. Für die Kunden ist natürlich der größte Vorteil die Transparenz, weil man einfach den direkten Kontakt hat, wie es bei uns ja auch ist.

Also trotz Onlineshop kriegen ja die Kunden schon mit, was wir machen, oder können auch vorbei kommen, wenn sie hier irgendwie in der Nähe sind und wenn es zeitlich natürlich gerade passt. Maria Mundrys Betrieb ist recht klein.

46 Tiere hat sie momentan. Sie ist mit der Landwirtschaft aufgewachsen und findet, dass sich jeder in diesen Job einarbeiten könnte, wenn er möchte. Trotzdem tun es nur wenige.

Auf jeden Fall gibt es Nachwuchsprobleme, gerade in größeren Betrieben, weil natürlich die Bezahlung auch nur normal ist und man für das Geld, wenn man jetzt nicht unbedingt mit viel Herzblut dabei ist und es auch macht, weil man sich nichts anderes vorstellen könnte, in anderen Jobs vielleicht.. ja, würde man einfacher das gleiche Geld verdienen, sagen wir mal so.

Die Landwirtschaft hat also ein Nachwuchsproblem. Müssen wir in Zukunft auf Fleisch verzichten, wenn es keine Bauern mehr gibt?

Fleischkonsum gehört aus meiner Sicht zu einer gesunden und vielfältigen Ernährung dazu. Und wir brauchen auch Tiere. Wir brauchen Tiere in der Landwirtschaft, gerade in der Agrarökologie auch als Zugtiere und man braucht Tiere, die Reste essen können und pflanzliche Nährstoffe aufschlüsseln können, die wir nicht zu uns nehmen können. Zum Beispiel Wiederkäuer wie Kühe, Ziegen, Schafe. In Zukunft können wir es uns nicht mehr leisten, einen Großteil des Tieres wegzuschmeißen.

Deshalb müssen wir es ganz verarbeiten.

Mit Haut und Knochen. Zumindest wenn es nach Jin-Woo Bae geht. Er ist Co-Gründer des Start-Ups „Bone Brox“, der Knochenbrühe To Go. Nachhaltigkeit ist für die jungen Gründer wichtig, wenn es um das Essen der Zukunft geht.

Wir denken halt, in der modernen Zeit ist es viel zu schade, Knochen wegzuschmeißen. So ein wertvoller Rohstoff eigentlich, und deswegen kaufen wir den auf, kochen die Knochen 18 Stunden lang aus und machen nochmal was Ordentliches draus.

Eine Idee für die Zukunft – mit Blick in die Vergangenheit. Also wir haben das Rad nicht neu erfunden. Unsere Vorfahren haben schon immer das gesamte Tier verwertet.

Nichts weggeschmissen. Innereien verarbeitet, gegessen, Knochen ausgekocht. In Deutschland noch relativ unbekannt, in den USA schon längst ein Trend. Für Jin-Woo Bae sind Knochen kein Abfall, sondern Superfood. Und das lässt sich etwas kosten: Knapp 5 Euro müssen Kunden für einen Viertelliter Knochenbrühe bezahlen.

Der Hunger nach Fleisch wird immer größer. Vor allem jetzt auch aus China zum Beispiel. Und das stellt uns wirklich vor große Herausforderungen. Ich glaube die Alternative, das ist das wo es hingeht, ist Fleisch aus dem Reagenzglas. Ich glaub, das wird ein immer größeres Thema werden.

Und ich glaub die Gegenbewegung wird sein, sich natürlich zu ernähren. Tiere gar nicht mehr zu töten und trotzdem Fleisch zu essen, daran forschen gerade Wissenschaftler der niederländischen Universität Maastricht. Dafür vermehren sie Muskelzellen einer Kuh. Aus nur wenigen Stammzellen entstehen so zehn Tonnen Fleisch. Die Wissenschaftler wollen mit dem künstlichen Fleisch den wachsenden Bedarf stillen.

In rund 6 Jahren, so schätzen die Forscher, könnte das Reagenzglas-Fleisch im Supermarkt zu kaufen sein. Eine andere Lösung für unseren Fleisch-Hunger brutzelt hier gerade in der Pfanne: Wurm-Burger. Ein Start-Up aus Niedersachsen macht aus Würmern Burger-Patties.

In vielen Ländern ist es längst normal, Insekten zu essen. Aber für die deutschen Besucher doch noch etwas ungewohnt.

„Da sind Insekten drin, ja. Aber ich will nicht wissen, was genau.“ „Ich hab nicht wirklich Fleisch rausgeschmeckt. Aber er hat gut geschmeckt.“ „Also mir hat das nicht so geschmeckt, sag ich mal.

War leicht scharf, war aber nicht so mein Geschmack einfach.“ Trotzdem: Auf Verbrauchermessen sind sie mit ihrer Idee die großen Stars. Kaufen kann man den Insekten-Burger voraussichtlich erst im Frühjahr. Dazu musste nämlich erst ein neues Gesetz her – seit Jahresbeginn sind Insekten als Lebensmittel jetzt aber auch in Deutschland erlaubt. „Ich glaube einfach, dass es die Angst ist, vor etwas Unbekanntem.

Und dass man sich mit dem Rohstoff einfach noch nicht auskennt. Ich denke, das wird sich in nächster Zeit sehr schnell legen.“ Mitgebracht haben sie die Insekten-Idee von einer Asien-Reise. Warum sollte das nicht auch für die Menschen in Europa etwas sein – wenn es doch ein Future Food ist, das so viele Probleme löst. „Also wenn man ein Kilogramm Protein aus Insekten mit einem Kilogramm Protein aus Rindfleisch vergleicht, dann braucht man zum Beispiel nur ein Tausendstel des Wassers, das man für die Herstellung braucht.

Man nutzt letztendlich nur ein Zwölftel der Futtermittel. Man braucht sehr wenig Platz dafür. Massentierhaltung ist für unsere Insekten auf jeden Fall das Paradies.“ Ein umwelt- und klimafreundlicher Insekten-Burger soll die Massentierhaltung von Rindern und Schweinen ablösen.

Ist das also die Lösung?

In den meisten Ländern Europas ist Hunger kein Thema mehr: In Supermärkten sind die Regale prall gefüllt. Um satt zu werden, müssen wir uns nicht einmal mehr von der Couch bewegen. Das geht inzwischen immer einfacher. Fertig zubereitet. Per App bestellt, per Fahrrad geliefert.

Doch nicht nur das ist mittlerweile möglich. Auch den regulären Wocheneinkauf können Kunden in manchen deutschen Städten schon online abwickeln.

Future Food – wie isst die Welt in Zukunft?

Doch die superschnelle Lebensmittel-Lieferung eines Online-Versandhändlers kostet extra und ist in Berlin zum Beispiel nur in einzelnen Stadtteilen verfügbar. Und die Kunden müssen zwingend zuhause sein, wenn der Lieferdienst kommt – und Wartezeit einrechnen… Über drei Stunden hat es bei einem Test-Einkauf gedauert. Trotzdem: Forscher schätzen, dass wir in Zukunft fast alle unsere Lebensmittel online bestellen.

Foodblogger und Aktivist Hendrik Haase sieht diese Tendenz kritisch.

Aber nur, wenn wir Lieferdienste falsch nutzen. „Was nicht geht ist, dass wir Liefersysteme aufbauen wo wieder Leute an irgendwelchen Fließbändern stehen müssen und zu Hungerlöhnen arbeiten müssen, was auch bei den Lieferdiensten in der Gastronomie zum Beispiel passiert, wo es dann mittlerweile Streik gibt von Fahrern, die keine Lust mehr haben zu einem Hungerlohn Sachen auszuliefern. Das muss man mit Sicherheit kritisch sehen. Auf der anderen Seite ist da eine riesige Chance Leute wieder direkt zu verbinden und sich diesen Weg über einen riesen Supermarktkonzern oder einen riesen Handelskonzern einzusparen und sich direkt mit dem verbinden, von dem man die Lebensmittel eigentlich haben will.

Mit dem Landwirt, mit dem Bäcker, mit dem Metzger. Obst, Gemüse, Nudeln – nur eben in krumm und auch mal abgelaufen. Das gibt es bei Raphael Fellmer. Im ersten Reste-Supermarkt Berlins. Wir retten hier überschüssige Lebensmittel, die entlang der Wertschöpfungskette, also angefangen bei den Landwirten, Produzenten, Großhändlern übrig bleiben, weil das vom Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist oder kurz davor ist, weil es ein neues Verpackungsdesign gibt oder Produkte, die nicht so gut gelaufen sind.

Also wir haben hier zum Beispiel sogar Bier, Premium-Pils, Weißbier, irgendwelche Fitness-Geschichten, Hipster-Getränke, ja Soßen haben wir auch da.

Da haben wir 70 000 davon gerettet, die waren für Air-Berlin gedacht, die sind jetzt aber pleite gegangen, sind in Saudi Arabien produziert und jetzt sind sie halt hier gelandet, zum Glück. Pro Minute wird in Deutschland eine LKW-Ladung an Lebensmitteln weggeschmissen. Um das in Zukunft zu ändern, muss jeder einzelne etwas tun. Ein Großteil der Verschwendung findet wirklich zuhause statt.

Warum? Weil wir zum Beispiel glauben, dass ein Produkt, was vom Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist, nicht mehr genießbar ist. Momentan arbeiten hier im Laden viele noch ehrenamtlich. Das soll sich aber in Zukunft ändern. Von Berlin aus soll es auch weitere Filialen in Deutschland gehen.

Da muss man ein bisschen flexibler sein, weil halt nicht immer das Gleiche da ist, aber ich guck mir dann an, was es gibt und plane dann drum herum. Einen Salat habe ich schon, Paprika, Limonen. Manche Lebensmittel sind ein bisschen abgelaufen.

Das ist kein Problem. Zum Beispiel Nudeln, Joghurt.

In meinem Land essen wir das. In Deutschland ist das anders. Aber ich finde es total schön. Ganz interessant. Wir essen in Zukunft andere Dinge.

Aber auch die Art wie wir sie essen und zubereiten ändert sich. Mit Apps und Gadgets können wir schon heute unser Konsumverhalten und die Kalorienzufuhr dokumentieren, uns also ständig selbst optimieren. Aber auch unsere Küchen werden anders aussehen. Moin! Willkommen.

Das ist meine Küche. Mit allem ausgestattet was ich so brauche. Eine Zukunftsstudie sagt: Weil Wohnraum in Städten teurer wird, werden Küchen kleiner. So wie die Küche von Christin Pohl. Sie hat weder einen festen Herd, noch einen Ofen.

Also ich habe eine Spüle, um abzuspülen, genau. Und meine zwei Herdplatten. Ne große und kleine Herdplatte reicht wie gesagt komplett für alles was ich mir koche. Und einen Kühlschrank. Mehr braucht man nicht.

Mehr brauche zumindest ich nicht. Doch laut Forschern gibt es auch noch eine andere Tendenz. Das Kochen als Event. Wir kochen häufiger in Gemeinschaftsküchen. Steffi Metz kocht jeden Mittag zusammen mit anderen.

Hier her kommen immer verschiedene Leute und wir fördern die Kommunikation.

Und hier sind ganz unterschiedliche Gespräche, die stattfinden und hier geht’s wirklich darum, wieder ein Miteinander zu haben. Ein Modell, das bei den Gästen gut ankommt. Das Essen ist auch gut, aber das ist jetzt nicht so der Grund für mich. Für mich ist es eher so – ja ich finde das Ambiente einfach gut.

Essen ist eine soziale Angelegenheit. Nachbarschaftsküchen, in denen sich die Leute regelmäßig treffen und kochen könnten also die Zukunft sein. Global inspiriert und trotzdem aus regionalen Produkten. Es gibt auf jeden Fall Momente, in denen ich einen Herd vermisse.

Das kommt nicht oft vor.

Gerade wenn ich einen Kuchen backen will oder leckere Gratin meiner Mutter. Doch müssen wir in Zukunft überhaupt noch selbst kochen? Statt einem Herd könnte in der Zukunft auch so ein Gerät hier in der Küche stehen. Ein 3D Food Drucker. Stahlkapseln werden mit frischen Zutaten befüllt und der Drucker erledigt den Rest der Arbeit Aber ob das wirklich die Zukunft ist?

Wir finden das total spannend und können uns das auf jeden Fall auch vorstellen, dass 3D-Drucker auch bei jedem Mahl in der Küche sind und man eine Nudel auch mal in der Form ausdrucken kann wie man’s möchte.

Wann das zukunftsfähig ist, ist die spannende Frage. Es gibt es, es ist in der Entwicklung, es ist in der Forschung. Da gibt es diese Drucker und wir warten auf die Markteinführung. Gerade junge Konsumenten sind sehr aufgeschlossen.

Nicht nur was ihre Ernährung anbelangt, sondern eben auch digitale Helfer, ob das Apps sind oder Küchenhelfer. Wir sehen das auch immer mehr, dass sich die Konsumenten optimieren wollen, sich tracken wollen, durch und durch wissen wollen, was essen sie wo und wie viel bewegen sie sich.

Ein Gadget das heute schon verfügbar ist, ist diese intelligente Gabel für knapp 40 Euro. Sie überwacht das Essverhalten und merkt sich, wie oft und wann wir gegessen haben. Und wenn wir zu schnell essen gibt die Gabel ein Warnsignal.

Anschließend kann der Benutzer dann Statistiken über das eigene Essverhalten einsehen. Aber natürlich muss man schon schauen: was passiert mit den Daten, man muss sich schon bewusst machen, dass Daten die man übermittelt von irgendjemand gelesen werden. Angst und Wut- das treibt diese Menschen auf die Straße. Die Industrie halt einfach, die Agrarindustrie, die einfach keine Rücksicht nimmt auf uns selbst letztendlich. Menschen und Tiere gehören irgendwo zusammen.

Also diese industrielle Landwirtschaft, die macht das Land kaputt. Wir müssen unseren Konsum verändern. Wir müssen weniger konsumieren und nicht sagen: „Wir wollen immer noch mehr haben“ Da hilft „Bio“ und „Fair“ nämlich überhaupt nichts, sondern es geht darum, dass wir den Konsum verringern und nicht noch weiter steigern.

Wir werden in Zukunft anders essen, anders leben – doch was macht das Essen mit uns? Das untersucht das Ernährungsinstitut in Potsdam.

Die größte Krankheit der Zukunft: Fettleibigkeit. Wir sind bisher relativ erfolglos darin, die Adipositas zu bekämpfen, einfach weil die Nahrungsmittel die wir haben zu attraktiv sind. Also die Menschen essen zu viel und ein Großteil kann sich eben doch nicht beherrschen und nimmt so im Laufe des Lebens dann doch ganz erheblich zu. In Deutschland ist so der mittlere BMI so an der Grenze zu Adipositas. So 29 mittlerweile.

bei etwas älteren Menschen. Und die meisten Menschen nehmen im Laufe ihres Lebens so fast ein Pfund im Jahr zu.

Und das ist schon eine ganze Menge. Schuld daran ist laut Pfeiffer aber nicht nur die Lebensmittelindustrie, sondern auch der Konsument selbst. Es gibt keinen Grund warum Fertignahrungsmittel ungesund sein müssen, man kann die genauso gut gesund machen, die Hersteller wollen das vor allen Dingen verkaufen.

Wenn wir als Kunden also so dumm sind, dass wir ungesunde Sachen kaufen, sind wir zu einem gewissen Teil auch selber schuld.

Jedes Kind lernt frühzeitig wenn‘s brav ist, kriegt‘s was Süßes, also wir programmieren uns auch schon falsch und könnten da sicherlich viel dazu lernen. Ich denke wir werden es auch in Zukunft tun und dann werden die Kinder belohnt mit Brokkoli. Wir werden weniger essen, vielleicht werden wir andere Tiere essen, vielleicht wird die Ziege und das Schaf eine Renaissance erleben weil diese großen Rinder schwierig zu ernähren sein werden. Jeder für sich kann einfach bewusst mit Lebensmitteln umgehen.

Der kann einfach sagen, hier ich konsumiere vom Bauern nebenan, ich gucke genau was da drin ist. Ich versuche auf dieses und jenes zu verzichten und ich esse wirklich nur das was ich, was mein Körper braucht. Wir müssen einfach eine größere Wertschöpfung und Achtsamkeit haben mit den Lebensmitteln und auch im Supermarkt immer nur die Sachen nehmen die am längsten haltbar sind.

Sobald Fleisch aus dem Reagenzglas massentauglich ist, wird gleichzeitig aber auch die andere Fraktion sagen ich will das Weidetier, etwas sehr Natürliches, will Qualität. Die Landwirte verändern auch gerade viel und merken auch, dass sie sich drehen müssen, weil die Zeiten vorbei sind, wo die Leute einfach nur quasi ernährt werden wollen.

Wir wollen satt werden, gesund bleiben und uns selbst optimieren – und irgendwo zwischen Algen an Hauswänden, Insektenburgern, 3D Druckern und Teilzeitbauern, da liegt sie – unsere Zukunft des Essens..

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