Das Sommerparty-Menü aus Fertiggerichten | Galileo | ProSieben

29. Juli 2023 0 Von ingolf

„Galileo Reporter Martin Dunkelmann lädt
ein zur Sommerparty – Ehrengast: Jumbo Schreiner! Faul wie er ist will er seinen Gästen aber
ein Menü aus Fertiggerichten auftischen. Der Clue: Sie sollen das nicht bemerken. Unterstützung bekommt er von einem Profikoch. Ob sein Schwindel am Ende auffliegt? Sehen Sie selbst!“ Martins´ Aufgabe: Aus günstigen Fertiggerichten
ein luxuriöses Sommerparty-Menü zusammenstellen. Aber schmeckt das am Ende wie selbstgemacht? Wir schicken ihn in den Supermarkt. Die Gerichte muss er selbst wählen. Los geht’s mit der Vorspeise… „Gazpacho ausm Tetra Pack. Ne fertige kalte Vorspeisensuppe.“ Für den Hauptgang lässt sich Martin in der
Tiefkühlabteilung „inspirieren“. „Hier gibt’s den sparsamen 3er Pack…Perfekt.“ Keine Sommerparty ohne – Fleisch. Martin wird sofort fündig. „Hier die kleinen Mini Frikadellen – perfekt
als Fingerfood.“ Fehlt noch der Nachtisch… Da greift Martin zum Fertig-Vanillepudding.

„Den könnte man selbst machen. Mach ich aber nicht.“ Was darf auf keiner Sommerfete fehlen? Natürlich – die Drinks! „Ne fertige Erdbeer Bowle aus der Flasche.“ Perfekt! Das 4-Gänge Menü steht – Martin zahlt knapp
16 Euro für seinen Einkauf. Kann er aus diesen günstigen Zutaten wirklich
ein Gourmet-Menü zaubern, das wie hausgemacht schmeckt? Ganz ohne fremde Hilfe geht’s nicht. Freund und Profikoch Robert Pallmer gibt Martin
Tipps, wie er seine Fertiggerichte pimpen kann. „Ich denke Da lässt sich schon was machen. Wir müssen halt gucken, dass wir überall
ein bisschen Frische rein bringen.“ Die Gazpacho ist viel zu glatt püriert. Da müssen unbedingt Stückchen rein. „Also ich würde wirklich jetzt noch ein
bisschen Tomate, ein bisschen Paprika frisch… bisschen Gurke noch reinschneiden.“ Bei den Frikadellen könnte Martins´ Bluff
auffliegen. Denn die sind industriell produziert und sehen
alle gleich aus. Der Trick: „Vielleicht in Kräuterbutter anbraten. Dass dann wirklich jede ne andere Farbe hat.

Guter Plan! Aber wie vertuscht Martin seine Fertigpizzen? „Vielleicht ausstechen mit einem Ring.“
„Damit das solche Mini Pizzen werden?“ „Mini Pizzen, genau.“
„Niedliiiich!“ Außerdem sollen frische Toppings oben drauf. Aber wie beim Fertigpudding tricksen? Martin ist skeptisch. „Die sind sehr süß.“
“Ich würde jetzt wirklich hier nochmal Sahne schlagen und wirklich frische Sahne
unterheben. Und: Martin soll den Pudding schichten: Abwechselnd
mit Kekskrümeln und roter Grütze! In die Bowle kommen frische Erdbeeren und
Basilikum – Abgeschmeckt mit Limette und Holundersirup. Soweit die Theorie. Aber kriegt Martin das morgen auch alles allein
hin? Und bemerken seine Gäste die Schummelei? Erstmal Einladungen verschicken! „Leute morgen bei mir Gourmet Sommer Party. Mit Robert – der ist Koch und hilft mir. Das heißt das Essen wird richtig lecker.“ Die Zusagen kommen schnell. „Sogar Jumbo kommt. Jetzt werd ich bisschen nervös. Ob wir die alle Mann täuschen können?“ Der Tag der Challenge…

Martin hat alle Zutaten zum Pimpen parat. Zuerst stellt er die Gläser ins Gefrierfach. Darin wird später die Gazpacho serviert – eisgekühlt. Robert steht zwar als Backup bereit. Aber eigentlich muss Martin jetzt allein ran. „Ich dachte du hilfst mir ein bisschen.“
Ne… leg du mal los deine Challenge. Ich geh mal raus auf die Terrasse.“
„Alles klar… oh Mann ey!“ Armer Martin…. Er fängt mit der Bowle an, damit sich die
Erdbeeren vollsaugen können.

Highlight: Frischer Basilikum. „Nicht, dass das nachher zu viel ist. Dann schmeckt das nach Tomatensoße.“ Hauptsache, es schmeckt selbstgemacht. Limettensaft sorgt für mehr Säure. Holundersirup verleiht der gekauften Billig-Bowle
eine hausgemachte Note. Jetzt muss sie noch ein paar Stunden durchziehen. „Wie gut die aussieht die Bowle, ne.“ Hier nochmal der Vergleich. Geht Martins´ gepimpte Bowle so als selbstgemacht
durch? Jetzt taut Martin die Tiefkühl-Pizzen auf. Der Plan: Aus einer großen Pizza mach kleine
Mini Pizzen. „Messer und dann leg ich mal los oder wie?“
„Nenene, warte mal. Schau mal ich hab hier so einen Ring – Damit
kannst du ausstechen.“ Als Ausstecher eignen sich übrigens auch
Trinkgläser. Robert kann sich wieder zurückziehen. „Die Pizza an sich sieht ja total langweilig
aus, aber die kleinen hier – die haben irgendwie Style find ich!“ Fehlt noch der Belag.

Martin würzt nochmal nach und belegt die
Mini Pizzen mit geriebenem Mozzarella und Serrano Schinken. Hier darf’s gern etwas mehr sein. Damit der gebackene Käse am Rand runterläuft. Denn der könnte Martin am Ende verraten. Während die Mini Pizzen backen, kümmert
sich Martin um den Rucola. Wichtig: der kommt kalt auf die heiße Pizza. Zusammen mit frisch geriebenem Parmesan. Na, wenn das mal keinen Eindruck schindet! „Oh schaut echt gut aus, das überrascht
mich. „Ja,ne. Mich auch!“
„Haste echt gut gemacht.“ „Danke für den Tipp. Das läuft. Das läuft.“ Wir vergleichen nochmal. Kann Martin diese Pizzen wirklich als selbstgemacht
verkaufen? Hauptgang Nummer Zwei.

Die Mini-Frikadellen. Da bereitet Martin erst mal den Dip zu. „Robert? Senf und Mayo? Fifty Fifty, oder wie?” „Ich würde einen Tick mehr Senf nehmen. Weil der Senf passt besser zu der Frikadelle.“ Jetzt muss Martin die Frikadellen „individualisieren“. Dafür erhitzt er erst die Kräuterbutter
und brät die Frikadellen darin kross an. Durch die Kräuter und das Fett erhalten sie
eine unregelmäßigere Färbung und mehr Geschmack.

„Also sieht doch schon viel selbstgemachter
aus, oder?“ Totaaal… Und: Aufgespießt sehen die Mini Frikadellen
auch gleich viel edler aus. Ein kleiner Klecks Mayo-Senf als Garnitur. Ein bisschen Basilikum zur Deko. Fertig! Wir erinnern uns. Vorher – Nachher. Schmecken unsere gepimpten Frikadellen jetzt
wie hausgemacht? „So jetzt hier das Süppchen. Wir müssen die erst mal umfüllen. Aus dem Tetrapack raus, weil Tetrapack ist
sehr verräterisch…“ Und zwar in eine klare Karaffe, damit man
Tomate, Gurke und Paprika auch gut erkennen kann. „Machs bitte klein und schön ne! „Ja? Ok. alles klar. So klein wie möglich?“
„Ja, bitte. Mann, Mann, Mann!“ Ganz genau. Durch die bunten Gemüsewürfel wirkt die
Gazpacho doch gleich wie selbstgemacht! Martin schmeckt mit frischer Zitrone ab. Den restlichen Salat hebt er auf. Der kommt zur Deko oben drauf. Serviert wird in den eisgekühlten Gläsern! Aber reicht das schon aus, um diese Gazpacho
als selbstgemacht zu verkaufen? Fehlt nur noch der Nachtisch. Der Pudding ist viel zu süß. Um dem entgegenzuwirken, schlägt Martin frische
Sahne auf.

„Ist das so. Muss das spritzen? Ja ne? Hahaha.“ Nein, eigentlich nicht. Aber rühr du mal weiter! Durch die Sahne wird der Pudding noch cremiger
und fluffiger. Unterheben – fertig. Jetzt geht’s den Keksen an den Kragen. „Halt. Martin, bist du irre?“
„Wieso du hast doch vorhin gesagt…“ „Die sammelst du gleich in der ganzen Wohnung
zusammen!“ Mit der Plastiktüte klappt’s doch viel
besser! Aber genug gekrümelt. Jetzt wird geschichtet. In klaren Gläsern kommen die einzelnen Schichten
am besten zur Geltung. Hier ist Feingefühl gefragt: Der Rand darf
nicht verschmieren. Außerdem müssen die Farben passen: Beige
auf Rot auf Braun – Pudding, Grütze, Kekse. Sieht gut aus! Aber werten die sauren Beeren und die crunchigen
Kekse den Pudding wirklich auf? „Robert guck mal. Spitzenmäßiger Fake Deluxe Pudding oder.“ Ein kleines Minzblatt für die Deko und fertig.

Hier nochmal der Vergleich. Kann der aufgemotzte Vanillepudding Martin‘s
Gäste täuschen? Jetzt aber ranhalten! Die Gäste sind schon unterwegs. Martin muss alle Spuren verwischen und die
Terrasse schmücken! Die Sommer-Party kann steigen. Fliegt Martin mit seinem Fertig-Menü auf? Alle haben Hunger. Vor allem Jumbo … Los geht’s mit der Bowle
– die kommt schon mal super an! „Es ist sehr lecker. Geschmacklich schön ausgewogen
„Ja das stimmt. Sehr lecker.“ Aber auch mit der Tetrapack Gazpacho kann
Martin punkten. „Einwandfrei!“
„Ja?“ „Also ich sag: Ich hab schon in guten Restaurants
viel schlechtere gegessen. „Echt?“
„Absolut“ Und auch der Hauptgang schindet richtig Eindruck:
Aber spätestens bei den Frikadellen bemerkt doch Jumbo, dass hier irgendwas was faul ist
– oder? „Also die Boulette ist wie von Mutti zu
Hause!“ „Ehrlich jetzt?“ Na, wenn du wüsstest, Jumbo… Und wie kommt die Pizza an? „Die Pizza ist echt super.“
„Schade, dass die Pizza so klein ist.“ Läuft ja wie am Schnürchen.

Fliegt Martin beim Pudding womöglich noch
auf? Nein – Ganz im Gegenteil… „Richtig, richtig gut.“
“Der verdient nicht den kleinen Löffel. Sondern ich nehm jetzt den großen Löffel. Hahaha.“ Keiner bemerkt Martin‘s Trickserei. Dann wird’s wohl Zeit für eine kleine… Beichte. „Diese ganzen Gänge die ihr grade gegessen
habt, bestehen eigentlich alle aus Fertiggerichten… ist das doll schlimm? … Ist nicht schlimm, oder?“
„Sag das nochmal?“ Jumbo ist sichtlich baff. Damit hat keiner gerechnet. Martin zeigt das Beweismaterial. Von wegen Gourmet – alles nur ein großer
Fake! „Da hast du uns tatsächlich ganz schön
hinters Licht geführt.“ Jumbo: „Ich muss echt sagen: Hat mich komplett
vom Stuhl gehauen. Und alles was ich gegessen hab…alles… würde ich so wieder essen.“ Aus einfachen Fertiggerichten lässt sich
also tatsächlich ein komplettes Sommer-Menü ausrichten, das wie hausgemacht schmeckt! Danke, Martin!.

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