5 Tipps: Wie organisiere ich meinen Schreibtisch? | karriere.tipps

11. Mai 2020 0 Von ingolf

83 Prozent der Chefs glauben, dass
Mitarbeiter, deren Arbeitsplatzungeordnet ist, weniger professionell
arbeiten. Das hat eine Umfrage ergeben. Wir machen deinen Arbeitsplatz wieder
fit und zwar mit fĂŒnf Tipps fĂŒr mehrOrdnung am Arbeitsplatz, die auch deine
Karriere pushen. Unter uns: Ich glaube nicht, dass du
deinen Job schlechter erledigst, nur weildein Schreibtisch ein Sauhaufen ist. Aber
darĂŒber, dass du effizienter arbeitenkönntest mit etwas mehr Ordnung am
Arbeitsplatz sind wir uns einig, oder?NatĂŒrlich haben wir alle schon mal was
von kreativen Chaos gehört. Aber es gibttatsĂ€chlich handfeste GrĂŒnde, die fĂŒr
Ordnung und Organisation am Schreibtischsprechen. Erstens: Du sparst dir eine Menge Zeit, wenn nur das Wichtigste am Tischgriffbereit liegt. Zweitens: Du kannst nachweislich konzentrierterund produktiver arbeiten.
Drittens beschrÀnkst du dich nicht durchPapierberge und hast somit auch mehr
Bewegungsfreiheit. Und ein weitererPluspunkt ist, dass dein Chef, aber auch
deine Kollegen und Kunden, dich durcheinen geordneten Schreibtisch wesentlich
positiver wahrnehmen. Haben wir dich alsoĂŒberredet, zumindest ein wenig
aufzurĂ€umen? Das ist gar nicht mal soschwierig mit unseren fĂŒnf Tipps fĂŒr
mehr Ordnung am Arbeitsplatz. Unser erster Tipp: Stell dir wie Marie
Kondo die Frage "Does it bring me joy?",also bringt mir das eigentlich noch was?
Viele BesitztĂŒmer im Arbeitsumfeld habenja ihren Zweck schon lange erfĂŒllt. Zeit,
sich von ihnen zu verabschieden. Fragedich, was du wirklich noch brauchst und
fange am besten damit, an tabula rasa zumachen. RĂ€ume alles von deinem Schreibtisch ineine Kiste und mach mal wieder so
richtig sauber. Wenn du dir jetzt denkst, wann soll ich
das machen, ich muss ja auch irgendwannarbeiten! Solche Aktionen bieten sich
immer kurz vor einem lÀngeren Urlauboder in Phasen, in denen nicht so viel
los ist, zum Beispiel an einem Zwickltagoder rund um einen Feiertag, an.
NatĂŒrlich muss manches aufbewahrt werden,zum Beispiel Rechnungen oder VertrĂ€ge.
Aber vieles kann auch in den sogenannten Rundordner verschwinden. Eine Daumenregel dazu: Was man ein Jahr langnicht angesehen hat, kann meist getrost
weggeworfen werden. Tipp Nummer zwei:Schreib dir alles von der Seele. Bullet Journaling ist ein großer Trend. Wiekreativ ihr damit werdet, liegt ganz
bei euch. Das Bulletjournal ist je nachWunsch eine Mischung aus Kalender,
To-do-Liste oder Tagebuch. Es wirdgeplant, gezeichnet, gedoodelt, entworfen
und wieder verworfen. DafĂŒr braucht man nur ein Notizbuch und
Stifte. FĂŒr viele ist es der ultimativeHelfer, allein fĂŒr bessere Selbstorganisation. Ihr fragt euch jetzt vielleicht, warum
soll es meinem Schreibtischchaos helfen,Dinge aufzuschreiben. Vielleicht kennt ihr ja die "Gettingthings done"-Methode von Bestsellerautor
David Allen. Die sagt, dass unser Kopf keinallzu guter Arbeitsspeicher ist. Wir
merken uns niemals alles, was wir unsgerne merken wĂŒrden und das belastet uns. Auf Dauer kannst du nicht alles im Kopf behalten. Genau deshalb sollten wir uns Dinge
aufschreiben, das ist zuverlÀssiger undentlastet nachhaltig. Und was in unserem
Kopf fĂŒr mehr Ordnung sorgt, wirkt sich auflange Sicht auf unsere Ordnung am Schreibtisch aus. Das kann ganz analog ineinem Notizbuch funktionieren, aber es
gibt natĂŒrlich auch digitale Lösungen. Post-Its empfehlen wir weniger, da sie
nicht unbedingt zur Schreibtischordnungbeitragen und leicht verloren gehen.
Wer kennt es nicht? Auf einmal sollwieder alles gleichzeitig erledigt
werden. Trotzdem: Möglichst nur einzelne Aufgaben bearbeiten und nicht zwischen Tasksswitchen, denn Multitasking ist ein Mythos. Unser Gehirn liebt es, sich auf einzelneDinge zu konzentrieren. Alles andere
ĂŒberfordert und das gilt ĂŒbrigens fĂŒrMĂ€nner wie auch fĂŒr Frauen. Mal ehrlich, wer von euch hat das Handyam Arbeitsplatz liegen? Wusstet ihr, dass uns ein Handy amSchreibtisch dĂŒmmer macht? Wissenschaftler haben herausgefunden,dass schon die reine Anwesenheit von
Smartphones die Denk- undKonzentrationsfÀhigkeit beeintrÀchtigt.
Sogar, wenn das gerÀt aus ist: BesserHandy in die Tasche oder in eine
Schublade legen. Außerdem haben wir nochein paar Tipps dafĂŒr, wie dein Schreibtisch ganz konkret aussehensollte. Wenn du viel mit Papier arbeitest,
sind farbige Ordner mit Registern oderInhaltsverzeichnissen die Lösung fĂŒr
dich. AblageflĂ€chen solltest dubeschriften und regelmĂ€ĂŸig leer rĂ€umen.
Wenn du regelmĂ€ĂŸig Post erhĂ€ltst, lohntes sich, auch hier ein eigenes Fach ganz
oben dafĂŒr anzulegen und KollegendarĂŒber zu informieren. Gibt es Dinge - zum Beispiel Abmessungenoder Codes, die du immer wieder brauchst, dann solltest du dir einenZettel in Sichtweite aufhĂ€ngen oder
direkt am Desktop eine Datei dazuablegen. Damit sparst du dir, immer wieder danach kramen oder suchen zu mĂŒssen. Kommen wir zum Schreibtisch. Ein
Blick auf das Familienfoto oder einBild vom letzten Urlaub, das kann die laune erheblich verbessernund die Arbeitsmotivation steigern.
Allerdings solltet ihr darauf achten,euren Schreibtisch nicht mit
Dekorationselementen zu ĂŒberfrachten. Am besten bewusst fĂŒr ein bis zwei
persönliche GegenstĂ€nde und Bilderentscheiden. Dadurch bleibt der ArbeitsplatzĂŒbersichtlich und die Deko nimmt nicht
unnötig Platz weg. Gehört auch zur Deko,ist aber gleich doppelt sinnvoll:
GrĂŒnpflanzen. Vielleicht stellt dir dein Arbeitgeber
Pflanzen zur VerfĂŒgung. Ansonstennimm dir selbst eine kleine BĂŒropflanze mit. Der Ausblick auf etwas GgrĂŒnes beruhigt und sorgt fĂŒr ein
angenehmes Arbeitsklima und gute Luft. WĂ€hrend der Arbeit solltet ihr immer
darauf achten, dass man das am Tischliegen hat, was man gerade wirklich benötigt. Und nicht vergessen: SchreibtischregelmĂ€ĂŸig reinigen, falls die Putzfrau euch nicht beehrtund nicht auf die Tastatur vergessen.
Apropos: Was nichts amSchreibtisch verloren hat, ist Essen.
Eine Pause bringt erst richtig was, wennman den Arbeitsplatz verlÀsst und sich
mal die FĂŒĂŸe vertritt und gesĂŒnder isst. Es ist zudem besser, wenn du nicht alles schnell am Schreibtisch in dich hinein schlingst. Unser letzter Tipp fĂŒr heute: Verlasse
ich meinen Arbeitsplatz am Ende desArbeitstages aufgerÀumt, muss ich den
nĂ€chsten Tag nicht damit beginnen, zuĂŒberlegen, wo ich am Vortag eigentlich
aufgehört habe. 15 minuten Zeit vor demFeierabend reichen dafĂŒr meistens, um
sich zu ĂŒberlegen, was habe ich geschafft,was habe ich nicht mehr erledigen können. Der Rest wird weggerĂ€umt. Unterlagen fĂŒr den nĂ€chsten tag gleich
bereitgelegt. Abschließend bleibt nochein Tipp fĂŒr dich: Evaluiere dein System und zwar immer und immer wieder. Meist scheitert es am Abarbeiten aller
fÀlligen Dinge innerhalb einesSystems. Setzt lieber fixe Zeitpunkte
bzw. Zeitfenster, um E-mails zu bearbeiten,Bookmarks zu bereinigen oder Unterlagen
abzulegen. Und das nÀchste mal, wenn derChef vorbeikommt, wird er Augen machen. Und vielleicht klappt es sogar mit derGehaltserhöhung. Bis zum nÀchsten Mal mit allem rund umKarriere und Arbeitsleben. Dein Team von
karriere. at. Willst du, kannst du!